Die Hetzjagd auf Hasen


Die Hasenhetze ist eine Form der Hetzjagd, bei der Greyhounds, Galgos, Lurcher oder Whippets auf Sicht und nicht durch Geruch jagen. Anders als bei der Lauerjagd, bei der die Beute aus dem Versteck heraus überrascht wird, wird bei der Hetzjagd die potenzielle Beute so lange verfolgt, bis sie ermüdet ist und eingeholt werden kann.

Das Hare Coursing ist eine grausame und blutige Darbietung, die Hasen UND Hunde zur menschlichen Unterhaltung missbraucht.


  • Ein Beispiel für die Lauerjagd: in Deutschland ist diese Art der Jagd nur in Revieren erlaubt, die größer als 1.000 Hektar sind. Das sogenannte Brackieren ist eine Treibjagd auf Hasen, wobei sich der Jäger zu Nutze macht, dass der Hase, wenn er aus seiner Sasse gestoßen wird, in einem großen Bogen zu dieser zurückkehrt. Die Bracke ist ein Hund, der langsamer ist als der Hase, diesen bellend auf seiner Spur verfolgt. Dadurch kann der Jäger hören, wo sich der Hund befindet. Der Hase versucht durch regelmäßiges Hackenschlagen den Hund von seiner Spur abzubringen. Es ist keine Hetzjagd, da der Hase deutlich schneller ist als der Hund. Wenn der Hase zu seiner Sasse zurückkehrt, kann er vom Jäger erlegt werden.
  • In Spanien ist die Hetzjagd auf Hasen legal und Teil des kulturellen Erbes. Siehe dazu den Menüpunkt "Hast du gewusst Spanien"
  • In Portugal ist wie in Spanien die Hetzjagd auf Hasen erlaubt
  • In Russland ist die Hasenhetze ebenfalls eine traditionelle Jagdform
  • In der USA (vorwiegend im Westen) wird die Hasenhetze als regulierter und beurteilter Wettkampfsport betrieben
  • In England wurde das Hare Coursing bereits 2004 verboten, jedoch weiterhin in Landkreisen mit großen Ackerlandflächen illegal durchgeführt. Oft auf Privatgrundstücken und ohne Erlaubnis. 
  • In Irland gibt es eine ungebrochene Tradition der Hasenhetze. Die Windhunde tragen dabei Maulkörbe, um die Hasen zu "schonen". Doch die dokumentierten Verletzungen erzählen eine andere Realität. Gebrochene Rücken und Beine, Wirbelsäulenverletzungen, Herzversagen, Organe gerissen, beschädigte Zehen und ausgerenkte Hüften. Hasen leiden in allen Phasen des Coursings.

Für den Blutsport werden Hasen in der irischen Landschaft mit Netzen und Kisten aus der Wildnis gefangen (ca. 6.000 Hasen pro Saison), tätowiert, besprüht oder mit Mikrochip versehen, damit sie identifiziert werden können. Sind sie markiert, werden sie zum "Training" in einen Coursing-Verein (aktuell 87 Jagdvereine in 22 Landkreisen in Irland) gebracht und in Netzgehegen zusammengepfercht, bevor sie zwischen dem 01. Oktober und dem 25. Februar (Saison) bei Coursing-Treffen vor zwei Windhunden, um ihr Leben rennen müssen. Jedes Coursing-Treffen findet an zwei Tagen statt, mit 72 Rennen pro Tag, bei denen die Spieler darauf wetten, welcher Hund als ersten den Hasen fängt.

Die entsetzliche Behandlung von Hasen zeigt in allen Ländern eine schockierende Missachtung des Wohlergehens der Tiere. Dies bestätigt auch Malcolm Noonan, Minister für Kulturerbe der Grünen in Irland und die aktuelle Meinungsumfrage von RED C in Dublin, dass 77 % der Iren ein Verbot befürworten, während nur 9% einem Verbot nicht zustimmen.

Die Wettindustrie Hare Coursing behandelt die Windhunde und Lurcher, die für das Coursing gezüchtet werden, als pure Geldmaschinen. Sind sie verletzt oder zu langsam, werden sie "weggeworfen" oder getötet. Beim Hare Coursing sind alle Tiere Missbrauchsopfer.


Diese barbarische Aktivität wird sowohl aus Spaß an der Jagd als auch zu Wettzwecken betrieben, wobei unter den Teilnehmern und Zuschauern (ONLINE) häufig große Geldbeträge den Besitzer wechseln. Ein Beispiel:

die Polizei von Suffolk hat, mit der Weiterentwicklung der Technologie, viele Beweise dafür gesehen, dass Hetzjagden gefilmt und per LIVESTREAM bis nach CHINA übertragen werden.

Nach Angaben der Polizei werden in England mit den illegalen Wettringen Zehntausende von Pfund verdient. Bedauerlicherweise scheinen die Berichte über das Jagen und töten von Hasen nur noch zuzunehmen und zahlreiche Medien berichten über diese blutigen Ereignisse.


Im Animationsfilm von Protect the Wild UK bekommt ihr einen Einblick in das Hare Coursing: